Im modernen Indien spricht man Englisch, trägt Anzüge und benutzt Powerpoint. Unter der globalgenormten Oberfläche aber lauern Missverständnisse und interkulturelle Fallen an
jeder Straßenecke. Welche Fähigkeiten brauchen deutsche Manager, um in Bombay oder Delhi effektiv arbeiten zu können? – diese Frage hat das Flinntheater vier indischen Autoren gestellt. Sie haben für den India Simulator™ Rollenspiele und Aufgaben entwickelt, in denen sie Deutsche vor Reiseantritt prüfen wie einen Mercedes im Windkanal. Achtförmiges Kopfwackeln oder einen Businessdeal in ohrenbetäubendem Riksha-Gehupe verhandeln, ausdauernd smalltalken oder „richtig atmen“ – das sind nur die einfachen Aufgaben für die Indienaspiranten. Was ist eigentlich diese hochgelobte interkulturelle Kompetenz, die heute überall verlangt wird? Was finden Inder, was wir Deutsche lernen müssten? Und welche Vorurteile haben Inder über Deutsche?
India Simulator™ ist ein Masala aus Theater und Performance, eine knallharte Meditation über deutsch-indische Klischees und ein utopisches Assessmentcenter für den Tag, an dem Indien und China die Weltwirtschaft übernehmen.
ein Projekt von Sophia Stepf
jeder Straßenecke. Welche Fähigkeiten brauchen deutsche Manager, um in Bombay oder Delhi effektiv arbeiten zu können? – diese Frage hat das Flinntheater vier indischen Autoren gestellt. Sie haben für den India Simulator™ Rollenspiele und Aufgaben entwickelt, in denen sie Deutsche vor Reiseantritt prüfen wie einen Mercedes im Windkanal. Achtförmiges Kopfwackeln oder einen Businessdeal in ohrenbetäubendem Riksha-Gehupe verhandeln, ausdauernd smalltalken oder „richtig atmen“ – das sind nur die einfachen Aufgaben für die Indienaspiranten. Was ist eigentlich diese hochgelobte interkulturelle Kompetenz, die heute überall verlangt wird? Was finden Inder, was wir Deutsche lernen müssten? Und welche Vorurteile haben Inder über Deutsche?India Simulator™ ist ein Masala aus Theater und Performance, eine knallharte Meditation über deutsch-indische Klischees und ein utopisches Assessmentcenter für den Tag, an dem Indien und China die Weltwirtschaft übernehmen.
ein Projekt von Sophia Stepf
mit Florian Hacke und Lisa Stepf
Texte Ajay Krishnan, Ram Ganesh Kamatham, Shivani Tibrewala, Santanu Bose und
Flinntheater
Licht & Sound Jonas Nagel
Produktion Carolin Rosenheimer und Isabel Feifel
gefördert von dem Amt Kulturamt und Denkmalpflege der Stadt Kassel, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Gerhard-Fieseler-Stiftung, der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung, der Kasseler Sparkasse und karaburun tours
Premiere 27.12.2009 im Dock 4 Kassel
Weitere Vorstellungen 28. und 29.12.2009 Dock 4 Kassel
10.3.2010 im Hebbel am Ufer (100 Grad Festival)
10.4.2010 Theater Wrede Oldenburg
6.6.2010 Kaltstartfestival Hamburg, Haus 73
7.9.2010 Freie Theatertage Heidelberg (3. Preis)
17.5.2011 Hessische Theatertage am Staatstheater Kassel (Publikumspreis freie Szene)
2.11.2011 Staastheater Kassel
14.11.2011 Gallustheater Frankfurt bei 100% made in Hessen
India Simulator 3 Min Trailer from Sophia Stepf on Vimeo.
Publikumspreis bei den Hessischen Theatertagen für India Simulator
http://www.hna.de/nachrichten/kultur/kultur-lokal/preise-hessischen-theatertagen-gingen-nach-frankfurt-marburg-kassel-1253259.html
Die Deutsche Bühne schreibt in der Juliausgabe:
" India Simulator ist eine dynamisch-knallige Performance über die Frage, wie sich deutsche Manager für ihre Arbeit in Indien vorbereiten können.(...). In dem Projekt der selbst in Indien arbeitenden Sophia Stepf mit den Schauspielern Florian Hacke und Lisa Stepf überlagern sich Vorurteile, Klischees und eine aberwitzige Bollywood-Choreographie in einem theatralischen Spiel zwischen Lachen und Nachdenken."
Kritik HNA, 29.12.2009
Sind wir nicht alle ein bisschen indisch?
Das Flinntheater bringt mit "India Simulator" ein bemerkenswertes zeitkritisches Stück auf die Bühne
Von Alexander Pluquett
Kassel. In Zeiten, in denen es nicht mehr G 8, sondern G 20 heißt und Schwellenländer wie Indien wirtschaftlich dermaßen expandieren, werden Arbeitskräfte auch von Deutschland nach Indien verlagert. Doch wie klappt die Integration in die fremde Kultur? Sophia Stepf, auch in Indien tätige Dramaturgin und Regisseurin, schuf aus Texten von Ajay Krishnan, Ram Ganesh Kamtham, Shivani Tibrewala, Santanu Bose sowie eigenen Erfahrungen eine fesselnde und sehr intelligente Collage (Produktion: Carolin Rosenheimer, Isabel Feifel), die bei der Premiere am Sonntag im Dock 4 bejubelt wurde. Auf der Bühne sind Lisa Stepf und Florian Hacke, komisch, ausdrucksstark und energiegeladen, in ständigen Rollenwechseln mal Opfer, mal Täter. Tatort des Geschehens ist ein Assessment-Center, in dem Unternehmen ihr künftiges Personal auswählen. In diversen Szenen werden die Teilnehmer durch Rollenspiele und Simulationen auf ihre Indien-Tauglichkeit geprüft. So verkörpert Hacke in einem Moment eine herrliche Karikatur des Komikers Piet Klocke, redet als Anwärter für einen Management-Posten in Indien wie ein Wasserfall, nur um sich von der Leiterin des Assessment-Centers eine Abfuhr zu holen. In der nächsten Szene spielt Stepf eine völlig ausgeglichene Yoga-Lehrerin, die sich um einen Posten in Indien bewirbt und mit ihren Übungen das Publikum zu vielen Lachern treibt. Weitere, teils perfide Absurditäten werden deutlich: Für den Start in Indien sind ein beschönigender Lebenslauf, ein adäquater Facebook-Auftritt und die richtige Körpersprache wichtig. Die Problematik ist real und deutschen Firmenchefs nicht unbekannt. Mit schönem Cello- und Geigenspiel, teils mit einer Loop-Station live aufgenommen, begleiten sich die Akteure selbst. Mit wohlgesetzten indischen Klischees, einer aberwitzigen Bollywood-Choreografie mit Gesang und Tanz und eingeblendeten Hindisprüchen (Licht & Sound: Jonas Nagel) nahm das Flinntheater die begeisterten Zuschauer im ausverkauften Dock 4 auf eine turbulente Reise, bei der kein Lachmuskel verschont blieb. Eine Form erstklassigen, zeitgenössischen und zeitkritischen Theaters.
Premiere 27.12.2009 im Dock 4 Kassel
Weitere Vorstellungen 28. und 29.12.2009 Dock 4 Kassel
10.3.2010 im Hebbel am Ufer (100 Grad Festival)
10.4.2010 Theater Wrede Oldenburg
6.6.2010 Kaltstartfestival Hamburg, Haus 73
7.9.2010 Freie Theatertage Heidelberg (3. Preis)
17.5.2011 Hessische Theatertage am Staatstheater Kassel (Publikumspreis freie Szene)
2.11.2011 Staastheater Kassel
14.11.2011 Gallustheater Frankfurt bei 100% made in Hessen
India Simulator 3 Min Trailer from Sophia Stepf on Vimeo.
Publikumspreis bei den Hessischen Theatertagen für India Simulator
http://www.hna.de/nachrichten/kultur/kultur-lokal/preise-hessischen-theatertagen-gingen-nach-frankfurt-marburg-kassel-1253259.html
Die Deutsche Bühne schreibt in der Juliausgabe:
" India Simulator ist eine dynamisch-knallige Performance über die Frage, wie sich deutsche Manager für ihre Arbeit in Indien vorbereiten können.(...). In dem Projekt der selbst in Indien arbeitenden Sophia Stepf mit den Schauspielern Florian Hacke und Lisa Stepf überlagern sich Vorurteile, Klischees und eine aberwitzige Bollywood-Choreographie in einem theatralischen Spiel zwischen Lachen und Nachdenken."
Kritik HNA, 29.12.2009
Sind wir nicht alle ein bisschen indisch?
Das Flinntheater bringt mit "India Simulator" ein bemerkenswertes zeitkritisches Stück auf die Bühne
Von Alexander Pluquett
Kassel. In Zeiten, in denen es nicht mehr G 8, sondern G 20 heißt und Schwellenländer wie Indien wirtschaftlich dermaßen expandieren, werden Arbeitskräfte auch von Deutschland nach Indien verlagert. Doch wie klappt die Integration in die fremde Kultur? Sophia Stepf, auch in Indien tätige Dramaturgin und Regisseurin, schuf aus Texten von Ajay Krishnan, Ram Ganesh Kamtham, Shivani Tibrewala, Santanu Bose sowie eigenen Erfahrungen eine fesselnde und sehr intelligente Collage (Produktion: Carolin Rosenheimer, Isabel Feifel), die bei der Premiere am Sonntag im Dock 4 bejubelt wurde. Auf der Bühne sind Lisa Stepf und Florian Hacke, komisch, ausdrucksstark und energiegeladen, in ständigen Rollenwechseln mal Opfer, mal Täter. Tatort des Geschehens ist ein Assessment-Center, in dem Unternehmen ihr künftiges Personal auswählen. In diversen Szenen werden die Teilnehmer durch Rollenspiele und Simulationen auf ihre Indien-Tauglichkeit geprüft. So verkörpert Hacke in einem Moment eine herrliche Karikatur des Komikers Piet Klocke, redet als Anwärter für einen Management-Posten in Indien wie ein Wasserfall, nur um sich von der Leiterin des Assessment-Centers eine Abfuhr zu holen. In der nächsten Szene spielt Stepf eine völlig ausgeglichene Yoga-Lehrerin, die sich um einen Posten in Indien bewirbt und mit ihren Übungen das Publikum zu vielen Lachern treibt. Weitere, teils perfide Absurditäten werden deutlich: Für den Start in Indien sind ein beschönigender Lebenslauf, ein adäquater Facebook-Auftritt und die richtige Körpersprache wichtig. Die Problematik ist real und deutschen Firmenchefs nicht unbekannt. Mit schönem Cello- und Geigenspiel, teils mit einer Loop-Station live aufgenommen, begleiten sich die Akteure selbst. Mit wohlgesetzten indischen Klischees, einer aberwitzigen Bollywood-Choreografie mit Gesang und Tanz und eingeblendeten Hindisprüchen (Licht & Sound: Jonas Nagel) nahm das Flinntheater die begeisterten Zuschauer im ausverkauften Dock 4 auf eine turbulente Reise, bei der kein Lachmuskel verschont blieb. Eine Form erstklassigen, zeitgenössischen und zeitkritischen Theaters.